| Schwarze
Kreide, weiß gehöht,
, 280 x 420 mm.
Rechts unten beschriftet "Rocca di Papa".
Auf
bläulichem Montagebogen alt befestigt und mit Einfassungslinien
versehen. Von tadelloser Erhaltung.
Rocca
di Papa gehört zu den im 19. Jahrhundert von zahlreichen Künstlern
besuchten Orten in den Albaner Bergen. Das malerische gelegene Städtchen
ist entsprechend häufig Gegenstand künstlerischer Darstellungen.
Das Beispiel hier zeigt noch die Härte der Formensprache die
bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bei den Gefährten und Nachfolgern
Joseph Anton Kochs typisch für die Landschaftsauffassung ist.
Unter
den Zeichnungen der Vielzahl deutscher Künstler, die im ersten
Drittel des 19. Jahrhunderts die Albaner Berge von Rom aus aufsuchten
und die in einem regen Austausch miteinander standen, besteht stilstisch
bei dieser Zeichnung eine besondere Nähe zu Johann Joachim
Faber. Zum
Vergleich von Baumschlag, Schraffuren, Architektur und Linienführung
kann eine Zeichnung aus der Albertina (Inv. 25061, Lit. u.aa.) und
ein Blatt aus der Hamburger Kunsthalle (Inv. 23301, Lit. u.a.) herangezogen
werden. Faber verwendete ähnliche Papiere und Formate, auch
die Technik, Kreide mit Weißhöhung auf bräunlichem
Papier, findet sich bei ihm. Die Ortsbezeichnung scheint nicht von
Fabers Hand zu sein.
Gerhard
Gerkens, Susanne Peters-Schildgen: Faber in Italien. Lübeck
1992 (= Ausstellungskatalog des Museums für Kunst und Kulturgeschichte
der Hansestadt Lübeck). Hier: Kat.-Nr. 38, Kat.-Nr. 51, Kat.-Nr.
40.
Maren Gröning, Marie Luise Sternrath: Die deutschen
und schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts. Wien,
Köln, Weimar: Böhlau 1997. (=Beschreibender Katalog der
Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. 9). Hier:
Kat.-Nr. 101.

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