| Radierung
auf Bütten, 255 x 346 mm (Plattenabdruck).
Oben links in der Platte: "Dietricy f // 769"
Guter
Abdruck mit deutlichem Plattenrand.
Dietrichs
Radierung zeigt in monumentalisierender Ansicht die Cestius-Pyramide
mit der anschließenden römischen Stadtmauer. Auch wenn
Dietrich 1743 eine Reise nach Italien unternahm, wurde für
ihn Italien nicht zum Land seiner Kunst. Als geschätzter Vertreter
des Hollandismus war er von großem Einfluß auf die Tradierung
eines an den Niederländern des 17. Jahrhunderts geschulten
Landschaftsbildes. Diese späte Radierung erinnert an die Bamboccianti,
die niederländischen Italienmaler, die ihre Bilder mit realistisch-pittoresken
Figuren versahen. Der gesundheitlich angegriffene Dietricy beendete
die Platte nicht selbst. Im Auftrag seiner Witwe wurde sie mit anderen
Werken aus dem Nachlaß durch Adrian Zingg (1734-1816) vollendet
und veröffentlicht. Nach dem Tod der Witwe erwarb der Nürnberger
Verleger Frauenholz die Druckplatten und besorgte eine Neuauflage.
Aus dieser Auflage stammt der vorliegende Abzug.
J.F.
Linck: Monographie der von dem ... Hofmaler und Professor ...
C.W.E. Dietrich radirten, geschabten und in Holz geschnittenen malerischen
Vorstellungen: Nebst einem Abrisse der Lebensgeschichte des Künstlers.
Berlin/Leipzig 1846.

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