| Radierung
auf aufgewalztem Kupferdruckpapier, 196 x 295 mm (Plattenabdruck).
In der Platte links unten Monogramm WS (ligiert).
Gegensatzreicher,
vorzüglicher Abdruck vor der Schrift. Der sehr breite Rand
stockfleckig.
Das
Blatt gehört zu einer als Heft herausgegebenen Gruppe von acht
landschaftlichen Radierungen Schirmers, in denen neben deutschen
Waldlandschaften auch italienische Eindrücke verarbeitet sind.
Der "Brunnen bei Ariccia" zeichnet sich durch die harmonische,
malerische Komposition aus. Schirmer wirkte als Lehrer an der Akademie
in Düsseldorf und danach als Leiter an der neugegründeten
Kunstschule in Karlsruhe, wo er sich für eine zeitgemäße
künstlerische Ausbildung einsetzte. Mit seinem intensiven Naturstudium
war er zukunftsweisend, zugleich setzte er aber die Tradition der
klassischen Landschaftsmalerei fort. Seine Radierung "Brunnen
bei Ariccia" ist in diesen Zusammenhang einzuordnen.
Kurt
Zimmermann: Johann Wilhelm Schirmer. Saalfeld
a.S.: 1920. (= Diss. Christian-Albrecht-Universität Kiel).
Hier: S. 34 f.
Andresen II, 23

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