Radierung auf aufgewalztem Kupferdruckpapier, 196 x 295 mm (Plattenabdruck).
In der Platte links unten Monogramm WS (ligiert).

Gegensatzreicher, vorzüglicher Abdruck vor der Schrift. Der sehr breite Rand stockfleckig.

Das Blatt gehört zu einer als Heft herausgegebenen Gruppe von acht landschaftlichen Radierungen Schirmers, in denen neben deutschen Waldlandschaften auch italienische Eindrücke verarbeitet sind. Der "Brunnen bei Ariccia" zeichnet sich durch die harmonische, malerische Komposition aus. Schirmer wirkte als Lehrer an der Akademie in Düsseldorf und danach als Leiter an der neugegründeten Kunstschule in Karlsruhe, wo er sich für eine zeitgemäße künstlerische Ausbildung einsetzte. Mit seinem intensiven Naturstudium war er zukunftsweisend, zugleich setzte er aber die Tradition der klassischen Landschaftsmalerei fort. Seine Radierung "Brunnen bei Ariccia" ist in diesen Zusammenhang einzuordnen.

Kurt Zimmermann: Johann Wilhelm Schirmer. Saalfeld a.S.: 1920. (= Diss. Christian-Albrecht-Universität Kiel). Hier: S. 34 f.
Andresen
II, 23

 

Johann Wilhelm Schirmer
1807 Jülich - 1863 Karlsruhe

Brunnen bei Ariccia, 1843-1846