| Radierung,
261 x 202 mm.
Rechts oben mit dem Künstlernamen "Both fc." bezeichnet,
links unten mit der Nummer 4.
Das
Blatt ist mit Japanpapier kaschiert und mit einem angesetzten Rand
versehen. Außergewöhnlich schöner, fein zeichnender
Abdruck.
Die
lichte Küstenlandschaft mit den eindrucksvollen Felsformationen
im Hintergrund gehört zu einer Gruppe von vier im Hochformat
gehaltenen italienischen Landschaften und soll ihr landschaftliches
Vorbild zwischen Ancona und Senigallia haben (Burke). Auch wenn
Boths Radierungen in der Regel an eigene Gemäldevorlagen gebunden
sind, zeigt er sich doch auch in diesem Medium als Meister von hohem
Rang, was sich besonders deutlich gerade in dem abgebildeten Blatt
bestätigt.
Der in Utrecht geborene Künstler kam früh mit seinem Bruder
nach Frankreich und Italien. In Rom wurde er stark von der Kunst
Claude Lorrains (1600-1682) beeindruckt, dem er sich wie kaum ein
anderer in eigenständiger Weise annäherte. Unter den niederländischen
Italienmalern nimmt er einen führenden Platz ein.
James
Burke: Paintings, drawings and prints. New York u.a. 1976, S.
292.
Hollstein, Vol. III, S. 159

|